Bojenmanöver

Ausrüstung Bojenmanöver bei Nacht: Checkliste für Schweizer Seen

Welche Ausrüstung braucht es für ein sicheres Bojenmanöver bei Nacht auf Schweizer Seen? Übersicht, Vergleichstabelle und Checkliste für Licht, Sicherheit, Funk und Praxis-Tipps.

Ausrüstung Bojenmanöver bei Nacht: Checkliste für Schweizer Seen
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  1. Ausrüstung Bojenmanöver bei Nacht: Das muss bereit sein
  2. Warum spezielle Ausrüstung bei Nachtmanövern so entscheidend ist
  3. Lichtquellen für Bojenmanöver bei Nacht sinnvoll kombinieren
  4. Positionslichter und Ankerlicht
  5. Decksstrahler und Cockpitbeleuchtung
  6. Stirnlampen für die Crew
  7. Suchscheinwerfer oder starke Handlampe
  8. Sicherheitsausrüstung für Nacht-Bojenmanöver an Bord
  9. Schwimmwesten und Lifelines
  10. Bootshaken, Handschuhe und Festmacher
  11. Weitere Sicherheitsmittel in Griffweite
  12. Kommunikationsmittel: Hören, sprechen, gefunden werden
  13. UKW-Funk und Handfunkgerät
  14. Handy und Trillerpfeife
  15. Hilfsmittel zur Bojenerkennung bei Nacht
  16. Radarreflektor und AIS (informativ)
  17. Karten-Apps und GPS
  18. Vergleichstabelle: Welche Ausrüstung wofür am besten passt
  19. Strukturierte Checkliste: Ausrüstung vor dem Nachtmanöver prüfen
  20. 1. Boot und Beleuchtung vorbereiten
  21. 2. Sicherheitsausrüstung aktivieren
  22. 3. Leinen und Bojenwerkzeug vorbereiten
  23. 4. Kommunikation und Navigation sichern
  24. 5. Crew-Briefing für das Nachtmanöver
  25. Praxis-Tipps für kleinere Binnenseen in der Schweiz
  26. Typische Fehler bei der Ausrüstung und wie man sie vermeidet
  27. 1. Licht falsch eingesetzt
  28. 2. Sicherheitsausrüstung zwar an Bord, aber nicht getragen
  29. 3. Unvorbereitete Leinen und Bootshaken
  30. 4. Keine klare Kommunikation in der Crew
  31. 5. Elektronik als einzige Orientierung
  32. Nächster sinnvoller Schritt nach der Ausrüstungsplanung
  33. FAQ zu Ausrüstung für Bojenmanöver bei Nacht
  34. Was sollten Segler zur Ausrüstung für Bojenmanöver bei Nacht unbedingt verstehen?
  35. Welche Ausrüstung wird auf kleinen Schweizer Seen für Nacht-Bojenmanöver oft unterschätzt?
  36. Welche typischen Fehler bei der Ausrüstung sollten Segler vor einem Nachtmanöver vermeiden?
  37. Was ist der nächste sinnvolle Schritt, nachdem die Ausrüstung für Nachtmanöver zusammengestellt ist?

Ausrüstung Bojenmanöver bei Nacht: Das muss bereit sein

Für ein sicheres Bojenmanöver bei Nacht auf Schweizer Seen braucht es drei Dinge: funktionierende Beleuchtung, vorbereitete Sicherheitsausrüstung und klare Kommunikationsmittel. Konkret heisst das:

  • alle Positionslichter und das Ankerlicht funktionieren und sind eingeschaltet
  • mindestens eine starke, spritzwassergeschützte Handlampe plus Stirnlampen für die Crew
  • alle an Deck tragen Schwimmwesten, bei Bedarf mit Lifeline eingepickt
  • Bootshaken, Festmacher und Bojenleine sind vorbereitet und am Vorschiff griffbereit
  • UKW-Funk oder Handfunkgerät ist eingeschaltet, Handy geladen und trocken verstaut
  • Trillerpfeife oder kleines Signalhorn liegt im Cockpit bereit
  • Navigation (Plotter, Karten-App, Papierkarte) ist vorbereitet, die Boje ist markiert oder zumindest grob lokalisiert

Wer diese Punkte vor Einbruch der Dunkelheit systematisch prüft, reduziert Stress und Risiko beim Anlegen an der Boje deutlich.

Warum spezielle Ausrüstung bei Nachtmanövern so entscheidend ist

Bei Nacht verändert sich ein Bojenmanöver grundlegend. Die gleiche Distanz, die tagsüber entspannt wirkt, kann in der Dunkelheit plötzlich eng und hektisch werden.

  • Eingeschränkte Sicht: Entfernungen und Geschwindigkeiten werden schlechter eingeschätzt, unbeleuchtete Bojen und andere Boote sind spät erkennbar.
  • Orientierung: Uferlichter, Strassenlampen und Hausbeleuchtung können blenden und Bojenlichter überstrahlen.
  • Kommunikation: Handzeichen funktionieren kaum, Wind und Motor übertönen leise Zurufe.
  • Sicherheit: ein Sturz über Bord ist bei Dunkelheit deutlich kritischer, vor allem bei kaltem Wasser auf Schweizer Seen.

Die passende Ausrüstung hilft, diese Nachteile abzufedern:

  • Lichtquellen machen Boje, Leinen und Crew sichtbar, ohne alle zu blenden.
  • Sicherheitsausrüstung schützt, wenn doch etwas schiefgeht.
  • Kommunikationsmittel sorgen dafür, dass Kommandos ankommen und im Notfall Hilfe gerufen werden kann.
  • Elektronische Hilfsmittel erleichtern das Wiederfinden der Boje, vor allem bei schlechter Sicht oder in unbekannten Revieren.

Auf Schweizer Binnenseen kommen Besonderheiten dazu: enge Bojenfelder, Fahrgastschiffe, Uferbebauung und teilweise strenge Nachtruhe-Regeln. Umso wichtiger ist eine Ausrüstung, die genau auf diese Bedingungen abgestimmt ist.

Lichtquellen für Bojenmanöver bei Nacht sinnvoll kombinieren

Für ein Bojenmanöver bei Nacht braucht es verschiedene Lichtarten mit klarer Aufgabe. Die Kunst besteht darin, genug zu sehen, ohne die eigene Nachtsicht und andere Boote zu stören.

Positionslichter und Ankerlicht

  • Positionslichter: müssen während der Fahrt eingeschaltet sein. Vor dem Manöver prüfen, ob alle Lampen brennen und die Abdeckungen sauber sind.
  • Ankerlicht: sobald das Boot an der Boje fest ist, wird das Ankerlicht gesetzt (meist ein weisses Rundumlicht im Masttop).

Praxis-Tipp: Noch im Hellen einen kurzen Rundgang machen und alle Lichter testen. Wenn die Installation es zulässt, passende Ersatzleuchtmittel oder LED-Reserven an Bord bereithalten.

Decksstrahler und Cockpitbeleuchtung

Ein Decksstrahler oder eine gute Cockpitbeleuchtung hilft, das Vorschiff, die Bojenleine und die Crew zu sehen.

  • nur so hell wie nötig verwenden, damit die Augen nicht komplett geblendet werden
  • wenn möglich warmweisses oder gedämpftes Licht nutzen
  • Leuchten so ausrichten, dass sie nicht direkt in die Augen der Crew oder anderer Boote strahlen

Stirnlampen für die Crew

Stirnlampen sind für Bojenmanöver bei Nacht fast unverzichtbar:

  • Hände bleiben frei für Leinen und Bootshaken
  • jede Person kann dorthin leuchten, wo sie gerade arbeitet
  • Rotlichtmodus erhält die Nachtsicht deutlich besser

Wichtig: Stirnlampen so einstellen, dass sie nicht ständig in die Gesichter der anderen Crewmitglieder leuchten. Viele Skipper lassen die Stirnlampen im Rotlichtmodus, bis wirklich mehr Licht nötig ist.

Ausrüstung bojenmanöver bei nacht: Schaubild der wichtigsten Elemente
Ausrüstung bojenmanöver bei nacht: visueller Überblick über die wichtigsten Entscheidungspunkte.

Suchscheinwerfer oder starke Handlampe

Eine starke, fokussierbare Handlampe oder ein Suchscheinwerfer hilft, die Boje rechtzeitig zu erkennen und die Entfernung besser einzuschätzen.

  • spritzwassergeschützte Ausführung mit rutschfestem Griff wählen
  • Akku vor dem Törn vollständig laden; ideal ist eine zweite Lampe als Reserve
  • nur kurz auf die Boje leuchten, um andere nicht zu blenden

Praxis-Tipp: Auf kleineren Schweizer Seen reicht meist eine gute LED-Handlampe. Ein fest installierter Suchscheinwerfer ist komfortabel, aber nicht zwingend, solange die Handlampe zuverlässig ist.

Sicherheitsausrüstung für Nacht-Bojenmanöver an Bord

Bei Nacht gilt an Bord eine deutlich strengere Sicherheitsdisziplin als tagsüber. Folgende Ausrüstung sollte beim Bojenmanöver nicht fehlen.

Schwimmwesten und Lifelines

  • Schwimmwesten für alle Crewmitglieder, korrekt angepasst und geschlossen
  • Lifelines (Sicherheitsleinen) für Crewmitglieder, die sich auf dem Vorschiff bewegen, vor allem bei Wind oder Welle
  • feste oder mobile Sicherheitsleinen am Deck, an denen sich die Crew einpicken kann, falls vorhanden

Klare Bordregel: Bei Dunkelheit und laufendem Motor oder unter Segeln trägt jede Person an Deck eine Schwimmweste – ohne Ausnahme.

Bootshaken, Handschuhe und Festmacher

Der Bootshaken ist das zentrale Werkzeug beim Bojenmanöver:

  • stabiler, ausreichend langer Bootshaken, gut sichtbar markiert
  • vor dem Manöver aus der Halterung nehmen und am Vorschiff bereitlegen
  • optional ein zweiter Bootshaken als Reserve

Handschuhe schützen vor Verbrennungen und Verletzungen an Leinen und Ringen:

  • Segelhandschuhe oder robuste Arbeitshandschuhe in passender Grösse
  • mindestens für die Person am Vorschiff Pflicht

Festmacher und Bojenleine:

  • Festmacherleinen in ausreichender Länge, mit sauberem Auge oder Kausche
  • Bojenleine (falls verwendet) vorbereitet, ohne Knoten oder Schlingen
  • Leinen so gelegt, dass sie sich nicht um Füsse oder Beschläge legen können

Weitere Sicherheitsmittel in Griffweite

Je nach Boot und Revier sind zusätzliche Hilfsmittel sinnvoll:

  • Rettungsring oder Rettungswurfleine griffbereit im Cockpit
  • Notfalllicht oder Lichtboje, die an eine über Bord gegangene Person geworfen werden kann
  • Erste-Hilfe-Set an bekannter, schnell zugänglicher Stelle

Kommunikationsmittel: Hören, sprechen, gefunden werden

Kommunikation ist bei Nachtmanövern entscheidend – sowohl innerhalb der Crew als auch nach aussen.

UKW-Funk und Handfunkgerät

  • fest eingebautes UKW-Funkgerät eingeschaltet und auf den lokalen Arbeits- oder Sicherheitssender eingestellt
  • Handfunkgerät als Backup, vor allem wenn jemand im Vorschiff oder am Bug arbeitet
  • vor dem Törn prüfen, ob Akkus geladen sind und die Geräte funktionieren

Funk ist besonders hilfreich, wenn:

  • Fahrgastschiffe unterwegs sind und man sich abstimmen will
  • bei Problemen Hilfe angefordert werden muss
  • mehrere Boote gemeinsam unterwegs sind

Handy und Trillerpfeife

Auf Schweizer Seen ist das Handy ein wichtiges Sicherheitsmittel:

  • Akku vor dem Törn laden, Powerbank bereithalten
  • wasserdichte Hülle oder Drybag verwenden
  • wichtige Nummern (z. B. Seerettung, Hafenmeister, Club) im Telefon gespeichert haben

Eine einfache Trillerpfeife oder ein kleines Signalhorn kann in unmittelbarer Nähe sehr effektiv sein:

  • als Notsignal, wenn jemand über Bord geht
  • um die Aufmerksamkeit anderer Boote im Bojenfeld zu bekommen
  • um die eigene Crew zu alarmieren, falls jemand am Bug Probleme hat

Hilfsmittel zur Bojenerkennung bei Nacht

Elektronische Hilfsmittel ersetzen den Ausguck nicht, können aber bei Nacht sehr unterstützen.

Radarreflektor und AIS (informativ)

  • Radarreflektor: erhöht die Sichtbarkeit des eigenen Bootes auf dem Radar anderer Schiffe. Auf Seen mit Fahrgastschiffen kann das ein Sicherheitsplus sein.
  • AIS: Ein AIS-Transponder kann helfen, von Berufsschifffahrt besser gesehen zu werden. Für das eigentliche Bojenmanöver ist er eher Zusatznutzen als Pflicht.

Karten-Apps und GPS

Karten-Apps auf Handy oder Tablet sind auf Schweizer Seen weit verbreitet. Für Bojenmanöver bei Nacht können sie helfen:

  • die Position der Boje vorab zu markieren (z. B. als Wegpunkt)
  • das Bojenfeld bei schlechter Sicht wiederzufinden
  • Abstand zu Untiefen oder Uferzonen im Blick zu behalten

Wichtig: Elektronik ist eine Ergänzung, kein Ersatz für den Blick nach draussen. Akku- und Empfangsprobleme müssen immer einkalkuliert werden.

Ausrüstung bojenmanöver bei nacht: praktische Checkliste vor der Umsetzung
Ausrüstung bojenmanöver bei nacht: kompakte Checkliste für den nächsten praktischen Schritt.

Vergleichstabelle: Welche Ausrüstung wofür am besten passt

Ausrüstung Hauptzweck beim Bojenmanöver bei Nacht Besonders wichtig in dieser Situation Risiko, wenn sie fehlt oder schlecht vorbereitet ist
Positionslichter & Ankerlicht Sichtbarkeit des Bootes gegenüber anderen immer bei Fahrt und beim Liegen an der Boje andere Boote erkennen einen zu spät, Kollisionsgefahr steigt
Stirnlampen mit Rotlicht Arbeiten am Vorschiff mit freien Händen beim Aufnehmen der Boje und bei Leinenarbeit schlechte Sicht auf Leinen und Boje, höheres Verletzungsrisiko
Starke Handlampe / Suchscheinwerfer Bojen und Abstände frühzeitig erkennen bei dunklen Ufern und unbeleuchteten Bojenfeldern Boje wird zu spät gesehen, hektische Kurskorrekturen
Schwimmwesten & Lifelines Schutz bei Sturz über Bord oder auf Deck bei Wind, Welle, kaltem Wasser oder unsicherer Crew Lebensgefahr bei Sturz ins Wasser, vor allem bei Kälte
Bootshaken & Handschuhe sicheres Fassen der Boje und kontrollierte Leinenführung immer beim Bojenmanöver, besonders bei hoher oder schwer erreichbarer Boje Verletzungen an Händen, Verlust der Boje, erneutes Anfahren nötig
UKW-Funk / Handfunk Kontakt zu anderen Schiffen und Hilfe rufen auf Seen mit Fahrgastschiffen oder bei technischen Problemen verzögerter Hilferuf, Missverständnisse mit anderen Booten
Handy & Trillerpfeife Zusatzkommunikation und Notsignal in der Nähe auf Binnenseen mit gutem Mobilfunknetz schwieriger, Aufmerksamkeit zu bekommen oder Hilfe zu rufen
Karten-App / GPS Boje und Bojenfeld leichter wiederfinden bei schlechter Sicht oder in unbekannten Revieren längere Suche nach der Boje, mehr Stress in der Crew

Strukturierte Checkliste: Ausrüstung vor dem Nachtmanöver prüfen

Diese Checkliste kann vor einem Bojenmanöver bei Nacht Schritt für Schritt durchgegangen werden.

1. Boot und Beleuchtung vorbereiten

  • Positionslichter einschalten und Sichtkontrolle durchführen (Bug, Heck, Seitenlichter)
  • Ankerlicht testen, Schalter und Sicherung kennen
  • Cockpit- und Decksbeleuchtung einschalten oder zumindest schaltbereit machen
  • Stirnlampen an die Crew verteilen, Funktion und Akkustand prüfen
  • starke Handlampe / Suchscheinwerfer bereitlegen, Lichtkegel testen

2. Sicherheitsausrüstung aktivieren

  • alle Crewmitglieder tragen Schwimmweste, korrekt angepasst und geschlossen
  • Lifelines an Deck spannen (falls vorhanden) und Einpicken kurz erklären
  • Rettungsring oder Rettungswurfleine im Cockpit griffbereit positionieren
  • Standort des Erste-Hilfe-Sets nennen

3. Leinen und Bojenwerkzeug vorbereiten

  • Bootshaken aus der Halterung nehmen und am Vorschiff bereitlegen
  • zweiten Bootshaken (falls vorhanden) bereitlegen
  • Festmacherleinen vorbereiten, Länge und Führung zum Bug klären
  • Bojenleine (falls genutzt) ohne Knoten und Verwicklungen auslegen
  • Leinen so legen, dass niemand darüber stolpern oder hängen bleiben kann

4. Kommunikation und Navigation sichern

  • UKW-Funk einschalten, Lautstärke und Kanal prüfen
  • Handfunkgerät laden und einsatzbereit halten (falls vorhanden)
  • Handy laden, in wasserdichter Hülle verstauen, wichtige Nummern kontrollieren
  • Trillerpfeife oder Signalhorn im Cockpit griffbereit platzieren
  • Bojenposition auf Plotter oder Karten-App markieren (falls möglich)
  • Fahrtroute zur Boje auf Karte oder App kurz durchgehen

5. Crew-Briefing für das Nachtmanöver

  • Rollen verteilen: Wer steuert, wer ist am Vorschiff, wer sichert im Cockpit
  • Kommandos für das Bojenmanöver erklären (kurz, eindeutig, immer gleich)
  • Hinweis geben: keine hektischen Bewegungen, immer mit einer Hand festhalten
  • Abbruchkriterien definieren: Wann wird das Manöver abgebrochen und neu angesetzt

Praxis-Tipps für kleinere Binnenseen in der Schweiz

Auf kleineren Schweizer Seen wie Zugersee, Hallwilersee oder Sempachersee sind die Bedingungen anders als auf grossen Revieren oder dem Meer. Einige spezifische Tipps:

  • Uferlichter und Strassenlampen: Diese können blenden und die Orientierung erschweren. Bojen nicht mit Uferlichtern verwechseln, lieber mit Handlampe gezielt suchen.
  • Engere Bojenfelder: Oft liegen Bojen dichter beieinander. Mit sehr geringer Fahrt in das Feld einlaufen und früh entscheiden, welche Boje angefahren wird.
  • Fahrgastschiffe: Fahrpläne kennen oder zumindest die ungefähren Zeiten im Kopf haben. Bei Nacht frühzeitig auf deren Lichter achten und Abstand halten.
  • Wetterumschwünge: Auf Binnenseen kann der Wind schnell drehen oder auffrischen. Vor dem Nachtmanöver Wetterentwicklung beobachten und notfalls früher an die Boje gehen.
  • Wassertemperatur: Selbst im Sommer kann das Wasser kühl sein. Schwimmwestenpflicht ernst nehmen, weil Unterkühlung schnell ein Thema wird.
  • Ruhezeiten und Lärm: Auf vielen Seen gibt es Nachtruhe-Regeln. Suchscheinwerfer und Motorlärm nur so viel wie nötig einsetzen und Rücksicht auf Anwohner nehmen.

Wer auf Schweizer Seen regelmässig Bojenmanöver fährt, profitiert davon, tagsüber zu üben und die Abläufe zu verinnerlichen. Eine gute Ergänzung ist der Blick auf bojenmanöver segelboot üben, um Handgriffe und Manövertechnik zu festigen.

Typische Fehler bei der Ausrüstung und wie man sie vermeidet

1. Licht falsch eingesetzt

  • Fehler: zu viel helles weisses Licht an Deck, Stirnlampen blenden die Crew.
  • Folge: niemand sieht mehr etwas ausserhalb des Bootes, Boje und andere Boote werden schlechter erkannt.
  • Besser: Rotlichtmodus nutzen, Handlampe gezielt einsetzen, Deckslicht nur so hell wie nötig.

2. Sicherheitsausrüstung zwar an Bord, aber nicht getragen

  • Fehler: Schwimmwesten liegen im Schapp, Lifelines sind nicht eingepickt.
  • Folge: bei einem Sturz über Bord ist die Person ungesichert und schwer zu finden.
  • Besser: klare Bordregel: bei Nacht an Deck immer Weste, bei Bedarf Lifeline.

3. Unvorbereitete Leinen und Bootshaken

  • Fehler: Bootshaken noch verstaut, Leinen verknotet oder zu kurz.
  • Folge: Hektik am Bug, Boje wird verpasst, Manöver muss wiederholt werden.
  • Besser: vor Einlaufen ins Bojenfeld alles vorbereiten, Leinen prüfen und Bootshaken bereitlegen.

4. Keine klare Kommunikation in der Crew

  • Fehler: unklare Kommandos, mehrere Personen reden gleichzeitig, niemand fühlt sich verantwortlich.
  • Folge: Missverständnisse, falsche Leinen werden belegt, Boje wird falsch aufgenommen.
  • Besser: eine Person führt, Rollen vorher verteilen, kurze klare Kommandos vereinbaren.

5. Elektronik als einzige Orientierung

  • Fehler: nur auf Karten-App oder Plotter schauen, kaum Ausguck nach vorne.
  • Folge: Bojen, Treibgut oder andere Boote werden zu spät erkannt.
  • Besser: Elektronik als Unterstützung nutzen, aber immer eine Person als Ausguck nach vorne abstellen.

Nächster sinnvoller Schritt nach der Ausrüstungsplanung

Wenn die Ausrüstung geklärt und an Bord ist, braucht es Routine im Umgang damit. Der nächste logische Schritt ist, Bojenmanöver bei Tageslicht zu üben und die gleichen Abläufe später bei Dämmerung zu wiederholen. So merkt die Crew, wo noch Unsicherheiten bestehen. Wer die Manövertechnik selbst vertiefen möchte, findet praktische Hinweise zum Ablauf unter Anlegen an der Boje Segelboot. Dort lässt sich das Wissen zur Ausrüstung mit konkreten Manöverschritten verbinden.

FAQ zu Ausrüstung für Bojenmanöver bei Nacht

Was sollten Segler zur Ausrüstung für Bojenmanöver bei Nacht unbedingt verstehen?

Entscheidend ist nicht nur, welche Ausrüstung an Bord ist, sondern ob sie vorbereitet und sinnvoll eingesetzt wird. Lichtquellen müssen funktionieren, ohne alle zu blenden, Sicherheitsmittel müssen getragen werden, nicht nur vorhanden sein, und Kommunikationsmittel müssen eingeschaltet und bedienbar sein. Wer diese drei Bereiche – Licht, Sicherheit, Kommunikation – bewusst plant, macht Bojenmanöver bei Nacht deutlich kontrollierbarer.

Welche Ausrüstung wird auf kleinen Schweizer Seen für Nacht-Bojenmanöver oft unterschätzt?

Auf kleineren Seen werden Stirnlampen, eine wirklich starke Handlampe und einfache Trillerpfeifen häufig unterschätzt. Viele verlassen sich auf Uferbeleuchtung und Positionslichter. In der Praxis zeigt sich aber, dass gezieltes Licht am Vorschiff und ein klares akustisches Signal im Nahbereich den Unterschied machen, wenn es eng oder hektisch wird.

Welche typischen Fehler bei der Ausrüstung sollten Segler vor einem Nachtmanöver vermeiden?

Häufig wird zu spät an die Vorbereitung gedacht: Akkus sind leer, Leinen verknotet, Bootshaken verstaut, Schwimmwesten nicht angezogen. Ein weiterer Fehler ist, die Crew nicht zu briefen und davon auszugehen, dass alle wissen, wo was liegt. Eine kurze Checkrunde vor Einlaufen ins Bojenfeld verhindert die meisten dieser Probleme.

Was ist der nächste sinnvolle Schritt, nachdem die Ausrüstung für Nachtmanöver zusammengestellt ist?

Nach der Zusammenstellung folgt das Einüben: zürst tagsüber Bojenmanöver fahren, dabei die gleiche Ausrüstung verwenden und klare Rollen verteilen. Danach ein einfaches Nachtmanöver bei guten Bedingungen planen, um die Abläufe zu testen. Wer sich dann sicher fühlt, kann die Checkliste verfeinern und sie als festen Bestandteil der Bordroutine etablieren. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf Bojenmanöver Crew Sicherheit, um Rollen, Kommandos und Sicherheitsaspekte weiter zu optimieren.

Marco Frei
Über die Autorin / den Autor

Marco Frei

Marco Frei segelt seit vielen Jahren Regatten auf Schweizer Seen. Er schreibt über Teamarbeit, Manöverabläufe und einen sportlichen Umgang mit wechselnden Bedingungen.

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